Fritzi Froebel im Interview
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Seit einiger Zeit poste ich auf Instagram Interviews mit verschiedenen Autorinnen und Autoren und bemühe mich dabei, nicht die "Standard-Fragen" wie "seit wann schreibst du?" zu stellen, sondern den Interviewten Interessantes über sich, ihr Werk oder ihre Arbeitsweise zu entlocken.
Von nun an gibt es 3 der gestellten 5 Fragen auf Social Media zu lesen und das Gesamtpaket hier auf meinem Blog. Heute legen wir los mit Fritzi Froebel, deren Debüt "Die Hexe erwacht" im Februar beim Valmis Verlag erschienen ist.
Gibt es einen Charakter, der einer echten Person nachempfunden wurde?

Mich hat einmal eine Freundin gefragt, ob sie Angst haben müsse, sich in meinen Geschichten wiederzufinden. Das ist nicht der Fall. Weder lebende noch historische Personen nehme ich mir zum Vorbild für meine Figuren. Sie entstehen aus einer Frage, die ich mir stelle oder einem Charakterzug, den ich verstehen möchte - und werden dann für mich so lebendig, als würde ich sie im echten Leben kennen.
Wie viel von dir selbst steckt in deinen Charakteren?
Meine Perspektive auf die Welt, meine Erfahrungen und meine Neugier. In bestimmten Aspekten sind sie mir ähnlich, in anderen verkörpern sie etwas, das ich nachzuvollziehen und zu verstehen versuche. Die Hexe in meinem Roman teilt mein Verantwortungsgefühl - und unterscheidet sich von mir, indem sie sich bewusst allen Erwartungen widersetzt. Elin ist krass, und das versucht sie nicht zu verbergen. Vielleicht verkörpert sie darin einen Mut und eine Freiheit, die ich mir selten nehme.
Was ist die ungewöhnlichste Figur, die du je erschaffen hast? Was macht sie besonders?
Obwohl ich Fantasy schreibe, sind meine Figuren realitätsnah gestaltet - ebenso wie meine Welten. Ich mag es, die Magie in der wahren Welt zu suchen, die Grenze zwischen Realität und Fantasie auszuloten. Auch die Sagengestalten in »Die Hexe erwacht«, Hexen, Elfen, Zwerge … unterscheiden sich nur in Kleinigkeiten voneinander und von den Menschen, letztlich in ihren Entscheidungen. Sie sind ungewöhnlich, indem sie menschlich sind.
Was macht deine Hexe aus?

Elin sieht schon seit langer Zeit aus wie Mitte zwanzig; wie alt sie wirklich ist, wäre unhöflich zu fragen. Nicht nur darin unterscheidet sie sich von ihren Mitmenschen: Ihrem selbstgefertigten Schmuck sagt man Heilwirkung nach, und nicht zuletzt fliegt Elin auf einem Besen über die Stadt - aber nur nachts, wenn niemand sie sehen kann, denn ihr ist selbst klar, dass das nicht normal ist. Was es aber wirklich mit ihren Fähigkeiten auf sich hat? Lest das Buch und findet es mit Elin zusammen heraus!
Wie sieht deine Arbeitsumgebung aus?
Virginia Woolf hat gesagt, eine Frau brauche »ein Zimmer für sich allein«, um zu schreiben. Ich genieße den Luxus eines eigenen kleinen Arbeitszimmers. Darin stehen Schreibtisch und Lesesessel, beide Erbstücke meines Onkels, der wie ich Wissenschaftler war. Ein Bücherregal gibt es natürlich auch. Über dem Schreibtisch hängt eine großformatige Fotografie meines Sehnsuchtsortes in Südfrankreich.
Die Autorin findet ihr unter anderem auf ihrer Homepage und auf Instagram, genauso wie den Valmis Verlag.

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